Wirkungsweise von Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen leisten einen wertvollen Beitrag zur Volksgesundheit. Studien belegen ihre Wirksamkeit (vgl. Studie der Stiftung KOSCH, der Dachorganisation der Schweizer Selbsthilfegruppen).
Zu erleben, dass andere Menschen das gleiche Schicksal teilen, tut gut und ist entlastend: Ohne viel erzählen zu müssen, wird man verstanden. Auch Angehörige und Freunde spüren die Entlastung. Die erlebte Solidarität unter Betroffenen und das Erlernen von neuen Bewältigungsstrategien setzen Energien frei. Diese können für Veränderungen und Verbesserungen im Alltag genutzt werden.
Neue tragfähige Beziehungen entstehen.
Durch die Selbsthilfearbeit gewinnen Menschen Selbstvertrauen, Hoffnung und Zuversicht. Teilnehmende von Selbsthilfegruppen werden selbstbewusster und eigenverantwortlich. Sie suchen gezielt nach fachlicher Unterstützung. Einige wagen es sogar, sich politisch zu engagieren.
Selbsthilfegruppen sind kein Ersatz für eine therapeutische Behandlung durch Fachleute. Die beiden Angebote können sich gegenseitig ergänzen, aber nicht ersetzen.
